19.10.16

Interviews führen: 2. Auflage erschienen

Mario Müller-Dofel hat das Lehrbuch "Interviews führen" überarbeitet: Aktuelle Beispiele ergänzen die zweite Auflage des Lehrbuchs aus der Reihe Journalistische Praxis. Hier können Sie das Buch versandkostenfrei bestellen. Wer das E-Book sofort haben möchte, kann es direkt beim Verlag bestellen und herunterladen.

"Dieses Buch überzeugt - und schließt eine Lücke auf dem Markt der journalistischen Lehrbücher. Müller-Dofel traut sich an Themen, die in der Praxis ungeheuer bedeutsam, aber schwer darzustellen und zu trainieren sind. Er zeigt, dass man Interviewsituationen vorbereiten und steuern kann, ohne zu manipulieren." Klaus Methfessel in seiner Rezension. Mehr zum Buch auf www.interviews-fuehren.de.

10.9.16

Radio-Journalismus: Klassiker liegt neu bearbeitet vor

Axel Buchholz hat das Lehrbuch Radio-Journalismus völlig neu bearbeitet. Neben Klassikern wie "Fürs Hören schreiben" von Walther von La Roche oder "Interview" und "Umfrage / Vox Pop" von Axel Buchholz bringt das Buch Beiträge von Sandra Maischberger, Hans-Dieter Hillmoth, Walter Klingler, Jan Eggers, Dietz Schwiesau und vielen mehr. Die themen reichen von "Musik-Moderation" über "Sport-Reportage" bis "Social Media und Radio". Hier kann man das Buch oder das E-Book bestellen.



12.3.16

Wie neue Technologien die Medien verändern

HTWK Leipzig und Universität Leipzig hatten am 30. März 2016 eingeladen zur Pre-Conference „Technische Innovationen – Medieninnovationen?“ Mehr als 120 Teilnehmende diskutierten Themen von B wie Breaking News über N wie Newsgames bis Z wie

Das war die DGPuK-PreCon: In 23 Referaten untersuchten die Vortragenden neue mediale Darstellungsformen in Presse, Radio, Lokalfernsehen und Internet sowie in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, veränderte Nutzungsgewohnheiten und die Folgen für die Journalistenausbildung.

Im Anschluss trafen sich rund 500 Kommunikations- und Medienwissenschaftler zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften (DGPuK). Zum ersten Mal gab es dazu eine Pre-Conference, gemeinsam organisiert von der Fakultät Medien der HTWK Leipzig und dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Unter der Überschrift „Technische Innovationen – Medieninnovationen“ versammelten sich am 30. März Wissenschaftler und Studierende aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich in Leipzig. Veranstaltungsort war, genau wie für die DGPuK-Jahrestagung, das Hörsaalgebäude der Universität.

Die DGPuK-Jahrestagung findet jährlich in wechselnden Städten statt. 2016 feierte die DGPuK 100 Jahre Kommunikationswissenschaft in Deutschland. An der Universität Leipzig gründete Karl Bücher 1916 das erste Institut für Zeitungskunde in Deutschland und legte damit den Grundstein für die akademische Journalistenausbildung. Dies war Anlass für die Professorinnen Gabriele Hooffacker (HTWK Leipzig) und Cornelia Wolf (Universität Leipzig), eine Vor-Konferenz zu aktuellen technischen Entwicklungen und ihren Auswirkungen auf die Medienwelt ins Leben zu rufen.

Facebookseite der Pre-Conference
Hintergrund zur Pre-Conference
Website der DGPuK zu Tagung und Pre-Conference

18.1.16

Journalismus: Fünf Trends für 2016

"Fünf Trends, die ich mir wünschen würde" hat Gabriele Hooffacker für Springer Professional zusammengefasst. Dabei bezieht sie Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Journalismus und fordert eine Rückbesinnung auf die klassische Funktion des Journalismus ein. Die fünf Forderungen:
  1. Die Rolle des Journalismus weiter diskutieren 
  2. Wieder klare Trennung von Information und Meinung 
  3. Handwerksregeln transparent machen 
  4. Technik verstehen und einsetzen können 
  5. Gegen den Strom: Öffentlichkeit herstellen.
Ihr Fazit: Weniger Selbstbezug, mehr Öffentlichkeit.

Buchtipp: Einführung in den praktischen Journalismus

13.10.15

Sieben Tipps zum Vergraulen von Online-Nutzern

Was ist erfolgreicher Online-Journalismus? Ich habe mir einen satirischen Blick auf das redaktionelle Arbeiten im Web erlaubt. Wer journalistische Qualität in Netz für unwichtig hält oder der Ansicht ist, dass alle weiteren Überlegungen in Richtung Schreiben und Gestalten für Online-Medien überflüssig sind, findet hier sieben wertvolle Tipps. Besonders Punkt sieben wird Ihre Reputation im Web garantiert verändern. Vorsicht, Satire!

Die Tipps im Überblick:
  1. Content ist unwichtig 
  2. Kümmern Sie sich nicht um Ihre Nutzer 
  3. Verstecken Sie Ihre Informationen gut 
  4. Online-gerechte Aufbereitung ist Zeitverschwendung 
  5. Aufbau und Impressum versteht sowieso niemand 
  6. Kümmern Sie sich nicht um SEO 
  7. Ihre Nutzer sind blöd – behandeln Sie sie auch so 

Ausführlich: Sieben Tipps, wie Sie Online-Nutzer garantiert vergraulen

7.10.15

Erfolgsfaktoren für TV-Sender im Web

Social Media haben sich für TV-Sender zu einem wichtigen Kanal entwickelt, um die eigenen Inhalte ins Web zu verlängern und die User zu beteiligen. Am besten gelingt dies dem ZDF, so das Ergebnis einer Marken-Analyse der Digitalagentur Webguerillas. Untersucht wurden die Corporate-Social-Media-Präsenzen der größten acht deutschen TV-Sender (nach Marktanteilen): Das Erste, Kabel eins, Pro Sieben, RTL, RTL 2, Sat.1, Vox und ZDF. Dazu werteten die Forscher 22 verschiedene Erfolgskennzahlen wie Response Rate, Response Time, Engagement-Rate oder relatives Wachstum für die Social Media-Plattformen Facebook und Twitter aus.

Journalistische-Praxis-Autor Stefan Primbs zufolge enthält eine „Social-Media-Strategie im redaktionellen Umfeld“ im Wesentlichen folgende Elemente (Seite 74):
  • Die Vision, in der dargelegt wird, was Unternehmen von ihrem Social-Media-Auftritten erwarten beziehungsweise wie sie dort wahrgenommen werden wollen. 
  • Konkrete messbare Ziele, die mit Social-Media-Aktivitäten (oft innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums) erreicht werden sollen. Messbare Ziele können Reichweiten, Fanzahlen, Teilungsraten, Interaktionsraten, Verkäufe, Page-Impressions etc. sein. 
  • Die prinzipiellen strategischen Überlegungen, die damit verbunden werden (Umsetzungsformen der Inhalte, Formate, Medientypen). 
  •  Die Haltung, mit der sich ein Unternehmen dem Dialog mit dem User öffnet bzw. sich in diesen Dialog der User einbringt. Wie ernst ist man, wie selbstironisch, wie lustig? Dazu gehört auch die Frage der User-Ansprache: Duzen oder Siezen (oder sich drumherum mogeln). 
  • Inhaltliche und formale Fragen zum Nutzerdialog in sozialen Netzwerken und auch auf den eigenen Seiten. Soll die Kommentarkultur offen sein und/oder Debatten gezielt geführt werden? 
  • Führung der Seite: Wie weit darf sich ein Redakteur mit einer eigenen Meinung „aus dem Fenster lehnen“ oder sind die eigenen Mitarbeiter als Personen oder als Redaktion auf Twitter unterwegs? 
Die gesamte Nachricht bei Springer VS
Mehr zum neuen Buch "Social Media für Journalisten" von Stefan Primbs

24.9.15

Online-Journalismus: jetzt als E-Book

Was ist erfolgreicher Online-Journalismus? Dieser Frage geht Gabriele Hooffacker in ihrem Lehrbuch-Klassiker Online-Journalismus (Reihe Journalistische Praxis / "Gelbe Reihe") nach, der soeben in der 4. unveränderten Auflage erschienen ist. Erstmals ist das Buch nun als E-Book verfügbar.

18.9.15

"Social Media verändern den Journalismus"

Social Media gehören inzwischen zum medialen Berufsalltag. Der richtige Umgang mit der Community und den Social-Media-Mechanismen entscheidet über den Erfolg. Der neue Band aus der Reihe Journalistische Praxis, auch Gelbe Reihe genannt, erklärt Strategie und Taktik für den journalistischen Einsatz von Social Media.

Den Webauftritt zum Buch gestalteten Studierende der HTWK Leipzig in enger Abstimmung mit dem Autoren. Als E-Book kann man "Social Media für Journalisten" hier bestellen.

Was Journalisten beachten müssen, erläutert Journalistische-Praxis-Autor Stefan Primbs im Interview.

14.9.15

Fallstricke bei der Online-Recherche vermeiden

Bei der Onlinerecherche müssen Journalisten die Grundprinzipien einer sauberen Recherche wie beispielsweise das Prüfen der Quellen, die Auswahl der richtigen Recherche-Werkzeuge oder "Zwei-Quellen-Prinzip" beachten. Wie das praktisch geht, beschreibt Markus Kaiser im neuen Lehrbuch "Recherchieren - klassisch, online, crossmedial" in der Reihe Journalistische Praxis.

Das Zwei-Quellen-Prinzip legt der Autor den Journalisten besonders ans Herz. Aufgrund von Zeit- und Produktionsdruck in den Online-Redaktionen wird diese Minimalanforderung an eine gute Recherche oft ignoriert. Immer häufiger werden beispielsweise Twitter-Meldungen ohne Prüfung einer zweiten Quelle genutzt, was zu Falschmeldungen führt. So verbreitete sich der Tweet einer BBC-Journalistin, die Queen sei in Krankenhaus eingeliefert worden und sogar tot, rasend schnell im Netz. Von vielen Medien wurde die News-Ente ungeprüft weiterverbreitet. „Auch wenn dies keine Entschuldigung für die Missachtung des Zwei-Quellen-Prinzips ist, sollte man bei einer Veröffentlichung dann wenigstens transparent machen, dass es sich um ein unbestätigtes Gerücht handelt bzw. nur die Teile veröffentlichen, die man zweifelsfrei recherchiert hat,“ so der Tipp von Markus Kaiser (Seite 22).

Eine Auswahl weiterer Tipps gibt es kostenfrei online im Portal Springer for Professionals.
Mehr zur Neuerscheinung "Recherchieren"

3.8.15

Recherchieren: Lehrbuch für klassische und Online-Recherche

Das Buch «Recherchieren» von Markus Kaiser aus der Reihe Journalistische Praxis verbindet auf bislang einmalige Weise die klassische Recherche mit der Online-Recherche. Es gibt eine Einführung und einen Überblick über verschiedene Recherchemethoden. Praxisorientierte Ratschläge können sofort in der Praxis eingesetzt werden.
Darüberhinaus gibt «Recherchieren» einen Überblick über Recherchemöglichkeiten und steckt den rechtlichen Rahmen für die Recherche ab. 
Die Website zum Buch haben Studierende der HTWK Leipzig gestaltet. 
Hier können Sie das Buch bestellen (25 Euro), und hier das E-Book einsehen und bestellen (19,99 Euro).


4.5.15

Glückwünsche zu Wolf Schneiders 90. Geburtstag

Wolf Schneider, Journalist, Journalismuslehrer und Buchautor, wird am 7. Mai 2015 90 Jahre alt. In der "Gelben Reihe" Journalistische Praxis hat er gemeinsam mit Detlef Esslinger von der Süddeutschen Zeitung das Lehrbuch Die Überschrift veröffentlicht. Die Journalistische Praxis bedankt sich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bei insgesamt fünf Auflagen und einem E-Book und gratuliert Wolf Schneider herzlich zum Geburtstag!
Die Überschrift - mehr zum Buch und Bestellmöglichkeit
Die Überschrift - Bestellmöglichkeit für E-Book

24.4.15

Nordrhein-Westfalen: Lokalradios in Not

Wie geht es mit den Lokalradios in Nordrhein-Westfalen weiter? Der Branchendienst Kress-Report schreibt: "Die Lokalradios in NRW sind in der Krise. Obwohl die Zuhörerzahlen gut sind, schreiben viele Sender rote Zahlen."

Der Hintergrundbericht beschreibt die Geschichte der Radioförderung und ihre Struktur: "Die Lokalsender in Nordrhein Westfalen gehören Betriebsgesellschaften, an denen die vor Ort wichtigen Verlage und die jeweilige Stadt oder eine ihrer Töchtergesellschaften beteiligt sind. (...) Für den Inhalt sind die Veranstaltergemeinschaften zuständig, in deren Aufsichtsräten Lokalpolitiker, Kirchen und Gewerkschaften das Sagen haben." Das Problem: Die Sender sind für Werbekunden nicht interessant.
Zum gesamten Beitrag bei kress.de

30.3.15

Zukunft des Journalismus, 1.4. (kein Scherz!)

Neue Formen des Journalismus, was hat sich wie verändert? Was heißt das für die Medien? Was heißt das für Medienpolitik? Welchen Wert hat Journalismus noch - und was muss der Demokratie guter Journalismus wert sein?
Beim 60. Münchner Mediengespräch anlässlich 15 Jahren BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung und 15 Jahren Journalistenakademie diskutieren Journalisten und Journalistik-Wissenschaftler mit dem Publikum über Zukunft, Wandel und Wert des Journalismus.
Auf dem Podium:
- Prof. Dr. Michael Haller, Universität Leipzig / Institut für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung Leipzig
- Stephan Goldmann, www.myhighlands.de und www.lousypennies.de
- Jessica Schober, wortwalz.de
Moderation:
Prof. Dr. Gabriele Hooffacker

Termin: 1. April, 19.30 Uhr. Ort: Orange-Bar, Zirkus-Krone-Str. 10 (Nähe Hackerbrücke) mit Blick auf München. Im Anschluss werden Erfrischungen gereicht. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung per Email an bayernforum@fes.de. Mehr dazu

18.3.15

Presserat erweitert Pressekodex um Online-Beiträge

Der Deutsche Presserat hat die Richtlinien des Pressekodex in Bezug auf nutzergenerierte Inhalte aktualisiert. Dabei ging es um medienethische Belange im Zusammenhang mit Online-Foren, Kommentarseiten und Leserbriefen. Zum Beispiel betont die neue Richtlinie 2.7, dass die Presse die Verantwortung für Online-Beiträge trägt, die von Nutzern zugeliefert werden, und dass solche Inhalte klar erkennbar sein müssen. Die Redaktion muss Verstöße gegen die Presseethik beseitigen, wenn sie davon Kenntnis erhält. Mehr dazu beim Presserat

15.3.15

Immer mehr Journalisten haben studiert

Hochschulstudium für Medienausbildung immer wichtiger - mein Bericht zur Bonner Fachkonferenz von #DGPuK und "Initiative Qualität im Journalismus" bei der HTWK Leipzig

10.2.15

Junge Nutzer finden News über Google und Social Media

Aktuelle Nachrichten im Netz lesen zwei Drittel aller Onlinenutzer - jeder zweite Erwachsene in Deutschland. Wie finden die Nutzer ihre News? Jüngere (14 bis 29 Jahre) steuern Nachrichten über Suchmaschinen und soziale Netzwerke an. Ab 30-Jährige vertrauen dagegen weniger auf soziale Medien als Informationsquelle. Insgesamt lesen, schauen oder hören 14- bis 29-jährige Newsnutzer täglich fast viermal so lange Nachrichten im Netz wie die Vergleichsgruppe der ab 50-Jährigen.

Aus der Kombination von verschiedenen Verbreitungswegen und Endgeräten entstehen neue Nutzungsmuster, die zu einer höheren Nachrichtennutzung insgesamt führen. Dabei haben sich die klassischen Medien bisher recht gut behauptet. Doch die Aufrufzahlen von Nachrichtenangeboten wie etwa von LeFloid auf YouTube sprechen für sich.

Zum Kurztext und dem Download des gesamten Beitrag in Media-Perspektiven 1/2015

30.1.15

Fachkonferenz zur Journalistenausbildung, 3. März

Wie sieht eine zukunftsfähige Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Ausbildungskonferenz der Initiative Qualität im Journalismus am Dienstag, 3. März 2015, in Bonn. Vorgestellt werden Kooperationen von Hochschulen, Journalistenschulen und Volontariatsgebern, die hohes Innovationspotenzial bergen. Mit dabei: Der Eintritt ist frei. Mehr zur Konferenz bei der Initiative Qualität im Journalismus. Vorbereitet wurde die Konferenz von Klaus Meier, Universität Eichstätt/Ingolstadt, und Beatrice Dernbach, TH Nürnberg. Mit dabei: Peter Lokk und Gabriele Hooffacker für die HTWK Leipzig.

19.1.15

Neuauflage "Die Überschrift" erschienen

Überschriften: Nirgendwo sonst im Journalismus drängen sich so viele Fragen in so wenigen Wörtern zusammen. Was eigentlich ist die Kernaussage des Beitrags? Wie lässt sie sich in 30 bis 40 Anschläge fassen, sprachlich sauber und bei alldem auch noch interessant? Und dann im Einzelnen: Meinung in der Überschrift? Wortspiele? Fragezeichen? Imperfekt? Wie viel Übertreibung ist noch erträglich? Wo beginnt die Geschmacklosigkeit? Sachzwänge, Fallstricke und Versuchungen im Dutzend also

Das Buch "Die Überschrift" von Wolf Schneider und Detlef Esslinger zeigt Möglichkeiten, wie man mit ihnen fertig wird, illustriert mit einer verblüffenden Fülle von klassischen und neuen Beispielen für gute und schlechte, peinliche und brillante Überschriften. Ein gesondertes Kapitel informiert darüber, wo der Deutsche Presserat die Freiheiten und Grenzen der Überschrift sieht.

Für die Neuauflage 2015 hat Detlef Esslinger das Standardwerk mit aktuellen Beispielen versehen und um Abschnitte zum Online-Journalismus sowie zur Suchmaschinenoptimierung erweitert. Erstmals liegt "Die Überschrift" auch als E-Book vor. Es kann direkt beim Verlag Springer VS, bei dem die "Gelbe Reihe" seit 2015 erscheint, bestellt werden.

Auf der Website zum Buch finden sich Interviews mit Wolf Schneider und Detlef Esslinger sowie ein Video: Wolf Schneider liest einen Abschnitt zur Aktualisität und Originalität von Überschriften in der Presse. Mehr zur neuen Auflage und zum Buch

11.12.14

JIM-Studie: Jugendliche glauben Tageszeitung mehr als Internet

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat im Dezember die JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, (Multi-) Media) in Mannheim vorgestellt. Darin wurde auch das Image verschiedener Mediengattungen hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit untersucht. Ergebnis: Die Tageszeitung ist für Jugendliche auch im Zeitalter der Digitalisierung die glaubwürdigste Mediengattung.

Dazu wurden die Jugendlichen gefragt, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung? In diesem Szenario vertrauen 40 Prozent der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen der Berichterstattung der Tageszeitungen, gut ein Viertel entscheidet sich für das Fernsehen (26 %). Radiomeldungen sind für 17 Prozent am vertrauenswürdigsten, während der Internetberichterstattung mit 14 Prozent am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird. Und dies, obwohl die Tageszeitung von deutlich weniger Jugendlichen regelmäßig genutzt wird (32 %) als Radio (73 %), Fernsehen (83 %) oder Internet (94 %).

Diejenigen, die das Internet für das glaubwürdigste Informationsmedium halten, nennen als vertrauenswürdigste Internetseite mit jeweils 16 Prozent Spiegel Online und Google. An zweiter Stelle steht Wikipedia (15 %), danach folgen Facebook sowie diverse E-Mail-Provider mit jeweils elf Prozent. Neun Prozent nennen YouTube als vertrauenswürdigstes Internetangebot, acht Prozent vertrauen auf den Online-Auftritt überregionaler Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung, der FAZ oder der ZEIT.

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit verschiedener Medien greift die JIM-Studie seit 2005 in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche trotz extremer Digitalisierung des Alltags in dieser Frage sehr konservativ urteilen. Sowohl Tageszeitung (2005: 42 %), Fernsehen (2005: 28 %) als auch Internet (2005: 16 %) weisen in den letzten neun Jahren relativ konstante Werte hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit auf, nur das Radio (2005: 10 %) hat sieben Prozentpunkte dazu gewonnen.

Zur vollständigen Pressemitteilung und zum Download der JIM-Studie

1.12.14

Wie wir in Europa in Zukunft Radio hören

Radiohören findet in Großbritannien wie in den meisten europäischen Ländern vor allem im Auto statt. Was bedeutet das für die Radionutzung allgemein? Damit befasst sich ein Beitrag in der Zeitschrift Media-Perspektiven.

Die Zukunftsvision eines vernetzten Autos sieht so aus: Morgens wird das selbstfahrende Auto per Handy gerufen. Während der Fahrt können die Applikationen des Internets genutzt werden: Einkaufen, Chatten, E-Mails bearbeiten, Videos anschauen, Musik hören. Am Bestimmungsort angekommen parkt sich das Auto von selbst ein, während man sich bereits ins Büro begibt. Dabei fällt auf, dass Radiohören in dieser Zukunftsvision der Autoindustrie offensichtlich nicht vorgesehen ist. Im Auto ersetzen Apps, die mit Internet-Streamingdiensten verlinken, das Radio.

Was bedeuten solche Szenarien für die Zukunft des Radiohörens? Die Radiobranche steht vor drei grundlegenden Herausforderungen: 1. Radio darf den Anschluss an die Jugend nicht verlieren, 2. Radio darf sich nicht aus dem digital vernetzten Autoradio („connected car“) verdrängen lassen und 3. Radio muss als kostenlos empfangbarer Rundfunk auch in mobilen Endgeräten (Smartphones und Tablets) verfügbar sein.
Zur Kurzfassung und zum ausführlichen Beitrag von Media-Perspektiven 10/2014. Die Abbildung zeigt die Geräte, mit denen in Großbritannien Radio gehört wird. Quelle: Media-Perspektiven 10/2014