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23.6.19

Neu bearbeitet: Wissenschafts-Journalismus

Wie funktioniert Wissenschaft im Radio, wie im Fernsehen? Wie entsteht eine größere Geschichte für Wissensmagazine, wie ist eine Reportage fürs Fernsehen aufgebaut? Wie hat das Internet alles verändert?

Winfried Göpfert hat das Handbuch "Wissenschafts-Journalismus" grundlegend überarbeitet. Die Beiträge wurden aktualisiert, neue Themen kamen hinzu. Es gibt Werkstattberichte aus allen Medien; Ranga Yogeshwar („W wie Wissen“) erzählt, was er von den modernen Wissens-Magazinen hält.

Diskutiert werden auch solche Fragen: Kann man journalistisch arbeiten und gleichzeitig PR betreiben?Das Handbuch gibt pragmatische Antworten. Die Website zum Buch haben Studierende der HTWK Leipzig gestaltet; hier kann man das E-Book kaufen.


8.3.19

Journalistische Praxis: Chatbots

Mit "Chatbots" gibt es ein neues Format in der Reihe Journalistische Praxis: die "Essentials" von Springer VS, kurze Einführungen in ein aktuelles Thema. Markus Kaiser, Aline-Florence Buttkereit und Johanna Hagenauer geben in dem neuen Band einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit, beschreiben, worauf man beim Konzipieren eines Chatbots achten soll, und geben viele praktische Tipps.

Den Band gibt es als E-Book sowie gedruckt bei Springer VS.



10.6.17

Für alle, die schreiben: "Gebrauchstexte" von Gisela Goblirsch

Texte schreiben - in allen Berufen wird es verlangt. Wie können journalistische Regeln und Verständnismodelle helfen? Gisela Goblirsch hat in ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als Texttrainerin für Journalismus und PR hilfreiche Modelle fürs Texten erarbeitet. Ein Beispiel: die neutrale Schnecke. Mit diesem Textmodell lassen sich Berichte aller Art anschaulich und ansprechend für die jeweilige Zielgruppe schreiben:


Wie kann man komplexe Sachverhalte oder schwer darstellbare Themen verständlich aufbereiten? Wie finden die Leserinnen und Leser den Weg zum Verständnis solcher Gebrauchstexte? Aus Modellen der Textverständlichkeit und systemischen Strukturen der Texterfassung entwickelt das Buch praxisorientierte Modelle für unterschiedliche journalistische Textsorten bis hin zu Flyern, Websites, Serien und Dossiers.

Der Band ist der Reihe Journalistische Praxis erschienen; er kann auch als E-Book bestellt werden. Bestellmöglichkeit (Gelbe Reihe)



6.5.17

Neues Portal "Alles über Interviews"

Für Interviewer, Interviewte und Bildungsanbieter aller Medienformen / Neustart mit zunächst fünf renommierten Autoren / Qualitätsinitiative für die am meisten vernachlässigte journalistische Darstellungsform

„Alles über Interviews“ startet neu. Das Wissensportal zum Thema „Journalistisches Interview“ ist aus dem Internetangebot „Gesprächsführung“ der Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage (ABZV) hervorgegangen, die Ende 2016 geschlossen wurde. Anfang 2017 übernahm Mario Müller-Dofel (44) das Portal und initiierte es gemeinsam mit Tim Farin (41) neu.

Das Portal richtet sich nicht nur an Journalisten und Volontäre, sondern nun auch an Journalismus-Studiengänge, Blogger, PR-Profis, Unternehmenskommunikatoren und deren Bildungsstätten sowie an alle anderen Interessierten – ob sie andere Menschen interviewen oder selbst interviewt werden.

Insiderwissen von Interviewern mit Leib und Seele
"Weil wir Interviewer mit Leib und Seele sind, möchten wir Wissen vermitteln, das User motiviert, eigene Vorgehensweisen zu hinterfragen und neue Handlungsempfehlungen auszuprobieren“, sagt Tim Farin. Müller-Dofel ergänzt: „Die User profitieren von jeder Menge Insiderwissen, das es so umfassend nur bei alles-ueber-interviews.de gibt.“

Mario Müller-Dofel hat in der Lehrbuch-Reihe Journalistische Praxis das Lehrbuch "Interviews führen" veröffentlicht. Seit 2016 liegt es in der zweiten, bearbeiteten Auflage vor. Müller-Dofel ist Absolvent der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten, Ex-Textchef und -Redaktionsleiter des Wirtschaftsmagazins €uro und seit 2012 freier (Interviewlehrbuch-) Autor, Interviewer sowie Gesprächsstrategie-, Präsentations-, und Vertriebstrainer. Farin absolvierte die Deutsche Journalistenschule, arbeitet ebenfalls als freier Journalist und ist Interviewtrainer. Beide lernten sich als Interviewdozenten bei der ABZV kennen, wo sie mit Volontären und Redakteuren an der Kunst des journalistischen Gesprächs feilten.

Foto-, Rechts- und Rechtschreibkompetenz
Farin und Müller-Dofel wollen mit alles-ueber-interviews.de alle Facetten des Themas abdecken und dafür weitere Autoren gewinnen. Drei sind schon ab dem Relaunch mit eigenen Beiträgen dabei:
  • Der renommierte Porträt- und Interviewfotograf Erol Gurian teilt sein Wissen darüber, wie Interviewpartner optimal ins Bild gesetzt werden.
  • Die bekannte Medienrechtsanwältin Tanja Irion erläutert die juristische Sicht.
  • Und die ebenfalls vielgebuchte Rechtschreibspezialistin Lisa Walgenbach trägt dazu bei, dass Interviewtexter möglichst wenige Schreibfehler produzieren.
Zudem finden User auf alles-ueber-interviews.de nach und nach mehr Erfahrungsberichte, Interviews mit Interviewern und Interviewten, handwerkliches Basiswissen, Buchrezensionen, amüsante Videos und mehr.

Kontakt zu den Initiatoren
Mario Müller-Dofel
Tel.: 0172 441 9421
E-Mail: mmd@alles-ueber-interviews.de

Tim Farin
Tel.: 0178 274 1502
E-Mail: tf@alles-ueber-interviews.de

Zum Lehrbuch "Interviews führen"

19.10.16

Interviews führen: 2. Auflage erschienen

Mario Müller-Dofel hat das Lehrbuch "Interviews führen" überarbeitet: Aktuelle Beispiele ergänzen die zweite Auflage des Lehrbuchs aus der Reihe Journalistische Praxis. Hier können Sie das Buch versandkostenfrei bestellen. Wer das E-Book sofort haben möchte, kann es direkt beim Verlag bestellen und herunterladen.

"Dieses Buch überzeugt - und schließt eine Lücke auf dem Markt der journalistischen Lehrbücher. Müller-Dofel traut sich an Themen, die in der Praxis ungeheuer bedeutsam, aber schwer darzustellen und zu trainieren sind. Er zeigt, dass man Interviewsituationen vorbereiten und steuern kann, ohne zu manipulieren." Klaus Methfessel in seiner Rezension. Mehr zum Buch auf www.interviews-fuehren.de.

14.9.15

Fallstricke bei der Online-Recherche vermeiden

Bei der Onlinerecherche müssen Journalisten die Grundprinzipien einer sauberen Recherche wie beispielsweise das Prüfen der Quellen, die Auswahl der richtigen Recherche-Werkzeuge oder "Zwei-Quellen-Prinzip" beachten. Wie das praktisch geht, beschreibt Markus Kaiser im neuen Lehrbuch "Recherchieren - klassisch, online, crossmedial" in der Reihe Journalistische Praxis.

Das Zwei-Quellen-Prinzip legt der Autor den Journalisten besonders ans Herz. Aufgrund von Zeit- und Produktionsdruck in den Online-Redaktionen wird diese Minimalanforderung an eine gute Recherche oft ignoriert. Immer häufiger werden beispielsweise Twitter-Meldungen ohne Prüfung einer zweiten Quelle genutzt, was zu Falschmeldungen führt. So verbreitete sich der Tweet einer BBC-Journalistin, die Queen sei in Krankenhaus eingeliefert worden und sogar tot, rasend schnell im Netz. Von vielen Medien wurde die News-Ente ungeprüft weiterverbreitet. „Auch wenn dies keine Entschuldigung für die Missachtung des Zwei-Quellen-Prinzips ist, sollte man bei einer Veröffentlichung dann wenigstens transparent machen, dass es sich um ein unbestätigtes Gerücht handelt bzw. nur die Teile veröffentlichen, die man zweifelsfrei recherchiert hat,“ so der Tipp von Markus Kaiser (Seite 22).

Eine Auswahl weiterer Tipps gibt es kostenfrei online im Portal Springer for Professionals.
Mehr zur Neuerscheinung "Recherchieren"

26.9.14

Journalismus und PR: Wenn die Distanz verloren geht

Technikjournalismus heute hat Mats Schönauer seinen Beitrag im Bildblog genannt. Dahinter verbirgt sich eine Textsammlung aus Onlinemedien und anderen, die richtig zum Schmunzeln wäre, wenn es nicht so traurig wäre. Schönauer bezeichnet sie als "eindrucksvolles Beispiel für das, was herauskommt, wenn Medien versuchen, PR in Journalismus zu verwandeln — und dabei nicht nur die Distanz über Bord werfen, sondern alles andere gleich mit."
Zum Beitrag "Technikjournalismus heute"

7.3.14

Dürfen Journalistenschulen nicht PR lehren?

Journalistenakademie auf Abwegen titelte das Magazin Cicero online Ende Februar. Gemeint war die Akademie der Bayerischen Presse (ABP), eine klassische Volontärsschmiede mit umfangreichem Kursprogramm in München. Kritisiert wird insbesondere, dass die ABP nicht nur das journalistische, sondern auch PR-Handwerk vermittele. Zudem werden ihre Weiterbildungskompetenzen auch von Unternehmen für Inhouse-Schulungen genutzt. Es sei "eine Frage der Glaubwürdigkeit", Journalismus- und PR-Kurse nicht gleichzeitig anzubieten, meckern insbesondere Leiter privater PR-Akademien, die meist frei finanzierte Kurse zu wesentlich höheren Teilnahmegebühren im Programm haben. Da die ABP institutionelle Förderung vom Freistaat erhält, sehen manche Wettbewerber hier eine Marktverzerrung. Auch Heike Schweitzer, Professorin für Kartellrecht an der Universität Mannheim, fürchtet, hier könnte einem Marktteilnehmer mit staatlichen Mitteln ein Wettbewerbsvorteil verschafft werden.

Die Fördermittel sind nicht unbeträchtlich: Wie Petra Sorge für Cicero online recherchiert hat, waren es 2013 nach offiziellen Angaben 420.750 Euro, 2014 sollen es 467.500 Euro werden. Da die meisten Journalistenschulen von den Teilnahmegebühren nicht leben könnten, ist die Förderpraxis jedoch Tradition: So unterhalten viele Verlags- und Medienhäuser eigene Journalistenschulen, auf die zum Teil auch externe Teilnehmende aufgenommen werden. Die Kirchen betreiben Journalistenschulen und Journalistenakademien, und auch parteinahe Stiftungen bieten mit öffentlichen Geldern geförderte Kurse und Lehrgänge an. (Anmerkung in eigener Sache: Auch viele Studierende der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker erhalten für die Teilnahmegebühren an Weiterbildungslehrgängen und Seminaren öffentliche Fördermittel insbesondere aus der Arbeitsverwaltung).

Ist das verwerflich? Ist es nicht genau der freie Markt, der Unternehmen dazu bringt, ihre Mitarbeiter lieber zu Journalistenschulen als zu PR-Akademien zu schicken? Insbesondere die Medienarbeit (media relations), um die es bei den genannten Kursen geht, hat sich in ihren Methoden dem journalistischen Handwerk stark angenähert. Die Journalistenschulen bieten hier Kompetenzen, die sich an den PR-Akademien bisher nicht immer im gleichem Maße finden.

Sind Medienunternehmen keine Unternehmen? Die Argumentation, dass Journalismuskurse - also mit öffentlichen Mitteln bezuschusste Aus- und Weiterbildung für Medienunternehmen - erlaubt, die Ausbildung anderer Unternehmensmitarbeiter jedoch kritisch zu sehen sei, lässt außer Acht, dass Verlagshäuser ebenfalls frei finanzierte Unternehmen sind.

Was vom Skandal übrig bleibt, ist Wettbewerbsgezänk. Das ließe sich dadurch lösen, dass spezielle Medienarbeits-Kurse vielleicht tatsächlich zu höheren Preisen angeboten werden als journalistische - in der Preisgestaltung sind Journalistenschulen ja frei. Müsste die Journalistenausbildung in Deutschland hingegen auf öffentliche Fördermittel verzichten, sähe es schlecht aus für journalistische Aus- und Weiterbildung.
Zum Beitrag "Journalistenakademie auf Abwegen" auf Cicero online

14.1.14

Studie: Wie Wikipedia mit PR umgeht

Wie bei Wikipedia Unternehmen, Politiker und andere Akteure Einfluss ausüben, ist Thema der neuen Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Marvin Oppong, Journalist und Dozent, hat die Wikipedia-Autoren beim eher ratlosen Umgang mit PR beobachtet. Anhand von Fallstudien zu Daimler, RWE oder den Steyler Missionaren zeigt er, wie die Einflussnahme konkret aussieht.

Er hat beobachtet, dass die Zahl der Unternehmenspressestellen und PR-Agenturen, die Einfluss auf Wikipedia-Einträge nehmen, riesig groß ist. Die ehrenamtlichen Wikipedia-Mitarbeiter sind viel zu wenige und haben den gut bezahlten PR-Autoren wenig entgegenzusetzen. Die Otto-Brenner-Stiftung und der Autor haben deshalb zehn konkrete Verbesserungsvorschläge entwickelt, wie ihrer Meinung nach die Chancen von Manipulationen für PR-Zwecke begrenzt werden können.

Pressemitteilung der Otto-Brenner-Stiftung zur Studie über PR in Wikipedia
Die komplette Studie "Verdeckte PR in Wikipedia" zum Herunterladen

20.10.13

Fotos: Journalistische Praxis auf den Medientagen

Mit einem Stand war die Buchreihe Journalistische Praxis auf dem Mediencampus-Areal bei den Medientagen München vertreten. Markus Kaiser, Leiter der Mediencampus-Geschäftsstelle, Autor der Buchreihe und Herausgeber des Lehrbuchs Special Interest begrüßte Barbara Emig-Roller, die die Reihe bei Springer VS betreut. Im Gepäck hatte sie die Einführung in den praktischen Journalismus von Walther von La Roche, die es seit Mai 2013 auch als E-Book gibt. Am Stand unterstützte uns tatkräftig Sophie Appl. Vielen Dank!




Fotos: Peter Lokk, Leiter der Journalistenakademie und Co-Autor von Pressearbeit praktisch

13.8.13

Content Marketing zwischen Journalismus und PR

Mit Grenzgängern zwischen Journalismus und PR im Rahmen des "Content-Marketing" befasst sich die aktuelle Ausgabe des "Journalist". Er merkt kritisch an: "Flüchtigen Lesern kann der Unterschied zwischen PR und Journalismus dabei durchaus entgehen." Zum Beitrag über Content-Marketing "Auftragsarbeiten" beim "Journalist"

13.7.13

Landkarte der Unternehmenskommunikation

Eine Landkarte der Unternehmenskommunikation hat Lars M. Heitmüller zusammengestellt. Sie visualisiert die unterschiedlichen Ansätze und Theorien der Unternehmenskommunikation. Dabei geht es um interne wie externe Kommunikation, von der Planung und Konzeption bis zur Evaluation. In der Slideshow werden die Modelle zudem textlich präsentiert. Zur Corporate Communication Map

27.1.12

Journalismuskritik: Geht die Kinderarmut wirklich zurück?

Wie man mit Statistik Erfolgsmeldungen erzeugen kann. Ursula von der Leyen freut sich über den angeblichen Rückgang der Kinderarmut auf 1,64 Millionen (die Süddeutsche Zeitung berichtete). Sie wertet diese Entwicklung als Erfolg der Politik ihres Ministeriums. Damit hat sie vermutlich recht. Denn bereits Ende 2011 hat von der Leyen angekündigt, dass die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II gedrückt werden soll. Ihr Ziel dabei: die Ausgaben für das ALG II sowie das an Kinder ausgezahlte Sozialgeld um mehr als 900 Millionen Euro zu reduzieren.

Der Kinderschutzbund Deutschland liefert andere Zahlen. „Betrachtet man alle Kinder und Jugendlichen aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, so ist von über 2,4 Millionen Kindern in Armut auszugehen“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. Dies seien auch die anspruchsberechtigten Kinder für das Bildungs- und Teilhabepaket.

Der Kinderschutzbund korrigiert die von-der-Leyen-Zahlen: Die derzeitige Berichterstattung suggeriere einen starken Rückgang der Kinderarmut. Die Armutsgefährdungsquote ging zwischen September 2006 und September 2011 lediglich um 1,5 Prozentpunkte zurück. Waren 2006 noch 16,6% der Kinder unter 15 Jahren hilfebedürftig, so sind es nach aktuellsten Erhebungen 15,1%. Insgesamt gebe es in absoluten Zahlen weniger Kinder. Zudem würden in der genannten Statistik die 15- bis 18-jährigen gar nicht berücksichtigt.

Markus Grabka, Sozialexperte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), warnt davor, die von der „Süddeutschen“ referierten Zahlen der Bundesagentur überzubewerten. "Kinderarmut bleibt das zentrale sozialpolitische Problem in Deutschland", sagte er. Wenn Eltern mit ihren Kinder aus Hartz IV herauskämen, sei das längst keine Garantie, nicht von Armut betroffen zu sein. Das Risiko bestehe gerade auch für Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, sagte er gegenüber der ZEIT. Auch deren Zahl wird in der Statistik, die den Rückgang belegen soll, nicht berücksichtigt.

Die Ministerin hat ihr Ziel erreicht: Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II gedrückt, Ausgaben für arme Kinder gesenkt - und eine Erfolgsmeldung obendrein.

14.1.12

So funktionieren Social Media Strategien


Was ist neu und anders an Social-Media-Strategien gegenüber klassischen PR-Strategien? Gleich mehrere aktuelle Blogbeiträge und Veröffentlichungen stellen fest: Eine gute Social-Media-Strategie muss in die gesamte PR-Strategie der jeweiligen Organisation eingebettet sein. Mirko Lange hat für diese Erkenntnis die hübsche Bezeichnung „Social Centric Strategy“ gefunden. Er schreibt: „Wenn das Unternehmen beispielsweise über die Strategie „Kompetenzführerschaft“ Absatz und die Marktanteile steigern will, dann ist auch selbstverständlich, dass diese Strategie nicht nur über Social Media verfolgt, sondern konsequent nach innen und außen auch durch andere Maßnahmen getrieben wird – zum Beispiel extern durch Medienarbeit sowie “Speakers Placement” und intern durch beispielsweise Experten- und Know-how-Aufbau.“ Seinen erweiterten Strategiekreis habe ich hier verlinkt.

Langes Überlegungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Social Media an eine bereits bestehende, übergreifende Strategie angedockt sein muss. Sonst bleibe Social Media nur eine Maßnahme, die strategisch in der Luft hänge. Mirko Lange bemerkt (und das kann man nicht of genug sagen):“Mehr verkaufen wollen” ist genauso wenig eine Strategie wie “mehr Bekanntheit haben wollen”! Zum Blogeintrag von Mirko Lange auf talkabout.de

Warum sollte ein Nutzer Ihrem Unternehmen bei Twitter folgen oder ein Fan Ihrer Gruppe bei Facebook werden? Welchen Nutzen hat er davon? Die Frage nach dem Nutzwert der Social-Media-Angebote eines Unternehmens stellt Christian Maass in seinem Blog Netzbaron.de.

Sonja Salmen, Professorin für E-Strategie und Electronic Business an der Hochschule Heilbronn, rät Unternehmen und Institutionen zur Arbeit mit sozialen Netzen. Ihre Empfehlungen überraschen mit der Forderung „Demokratie wagen“ und basieren auf der klassischen Public-Relations-Strategie:
1. Erfahrung sammeln, das Image erkunden
2. Ziele definieren
3. Zielgruppen und Kanäle wählen
4. Struktur und Abläufe festlegen
5. Inhalte definieren
6. Demokratie wagen
7. Ergebnisse und Dienstleister kontrollieren.
Beitrag auf absatzwirtschaft.de mit weiterführenden Links u.a. zu Controlling-Instrumenten.

Storytelling ist für Robi Lack dabei zentraler Bestandteil. Welche Geschichte soll via Social Media erzählt werden? Ein gutes Storytelling verfüge über einen Spannungsbogen, wirke sympathisch, wecke Emotionen und zeige Wirkungen. Und das, so Robi Lack, seien die Grundelemente der sozialen Medien, die auf Kommunikation und Austausch setzen und Produkte oder Dienstleistungen zum Positiven verändern möchten. Für ihn gehören interessante Inhalte ebenso zum Storytelling wie das Eingehen auf die Rückmeldungen aus der Community: „Erzählen Sie (wahre) Geschichten, die bei den Interessenten im Kopf Bilder auslösen.“ Mehr dazu in seinem Blogeintrag für digiprodukte.ch.

Social Media-Richtlinien bauen auf der Social Media-Strategie und den damit verbundenen Zielen des Unternehmens auf. Die Richtlinien sollten definieren, welche Ziele damit verfolgt werden, in welchen Kanälen welche Inhalte kommuniziert werden sollen bzw. dürfen und welche Zielgruppen adressiert werden. Der Ratgeber des Branchenverbands BITKOM nennt unter anderem folgende Elemente für gute Social-Media-Guidelines:
  • Abgrenzung zwischen beruflicher und privater Nutzung
  • Kenntlichmachung einer privaten Meinung
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
  • Kontinuität und Kapazität
  • Monitoring.
Zu den BITKOM-Empfehlungen zu Social Media Guidelines.

8.1.12

Medienlabor für Innovationen im Journalismus geplant


Das Team von Mediaquell um Stefan Hertach plant ein unabhängiges internationales Medienlabor für interdisziplinäre Innovationen in Journalismus, Medien, Kommunikation und Technologie. Tätig werden soll das Medienlabor bei der Entwicklung und Bereitstellung neuer Finanzierungs-, Refinanzierungs- und Publikationsformen für Journalisten, Medien und (digitale) Inhalte. Außerdem soll es Innovationen und Transparenz im Bereich Unternehmenskommunikation fördern.

Leider hat das Projekt den Arbeitstitel "Aufbau eines Medienlabors für proaktive Medienentwicklung". Warum muss ich dabei nur an Joghurt denken?

Mehr zum geplanten Medienlabor bei Mediaquell

16.4.11

Facebook lockt mit Journalisten-Workshops

Mit einer Online-Akademie für Journalisten will Facebook bei den Medien punkten. „Das ist auf gar keinen Fall ein Volkshochschulkurs für Journalisten“, sagte Tina Kulow, die deutsche Sprecherin von Facebook, dem "Tagespiegel". Vielmehr seien in Gesprächen mit Journalisten immer wieder Fragen aufgetaucht, was man mit Facebook machen kann, um mit Lesern in Kontakt zu treten oder gar neue Leser zu gewinnen. In den USA findet bereits am 27. April in Palo Alto am Firmensitz von Facebook ein erster Journalisten-Workshop statt. Auch in Deutschland ist ein solches Treffen in Planung, „wenn auch zuerst als Testballon“, wie Kulow sagt.

Zum Beitrag beim Tagesspiegel
Zum Facebook-Angebot für Journalisten

9.2.11

Mediengespräche: Kostenfreies Buch "Medien und Politik"


Das BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Münchner Arbeitskreis öffentlicher Rundfunk und die Journalistenakademie laden seit 1999 zu den Münchner Mediengesprächen ein. Der Band Medien und Politik versammelt Berichte und Interviews mit den Akteuren. Journalistikprofessor Walter Hömberg gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Journalismus.

In München eine Diskussionsplattform bieten, die sich mit aktuellen Trends der Medienpolitik, der Journalismusausbildung und insbesondere dem Onlinejournalismus kritisch auseinandersetzt“, beschreibt Horst Schmidt vom BayernForum den Anspruch der Diskussionsreihe Münchner Mediengespräche. Am 1. März und am 9. März jeweils um 19.30 Uhr haben Münchner Bürgerinnen und Bürger wieder Gelegenheit, daran teilzunehmen. Der Eintritt ist frei.

Das Buch kombiniert ausgewählte Berichte mit Interviews ehemaliger Podiumsgäste. Das Buch ist im Verlag Dr. Gabriele Hooffacker erschienen und kostet bei Online-Bestellung fünf Euro. Als PDF kann man es kostenfrei unter www.mediengespraeche.de herunterladen.
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