7.10.15

Erfolgsfaktoren für TV-Sender im Web

Social Media haben sich für TV-Sender zu einem wichtigen Kanal entwickelt, um die eigenen Inhalte ins Web zu verlängern und die User zu beteiligen. Am besten gelingt dies dem ZDF, so das Ergebnis einer Marken-Analyse der Digitalagentur Webguerillas. Untersucht wurden die Corporate-Social-Media-Präsenzen der größten acht deutschen TV-Sender (nach Marktanteilen): Das Erste, Kabel eins, Pro Sieben, RTL, RTL 2, Sat.1, Vox und ZDF. Dazu werteten die Forscher 22 verschiedene Erfolgskennzahlen wie Response Rate, Response Time, Engagement-Rate oder relatives Wachstum für die Social Media-Plattformen Facebook und Twitter aus.

Journalistische-Praxis-Autor Stefan Primbs zufolge enthält eine „Social-Media-Strategie im redaktionellen Umfeld“ im Wesentlichen folgende Elemente (Seite 74):
  • Die Vision, in der dargelegt wird, was Unternehmen von ihrem Social-Media-Auftritten erwarten beziehungsweise wie sie dort wahrgenommen werden wollen. 
  • Konkrete messbare Ziele, die mit Social-Media-Aktivitäten (oft innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums) erreicht werden sollen. Messbare Ziele können Reichweiten, Fanzahlen, Teilungsraten, Interaktionsraten, Verkäufe, Page-Impressions etc. sein. 
  • Die prinzipiellen strategischen Überlegungen, die damit verbunden werden (Umsetzungsformen der Inhalte, Formate, Medientypen). 
  •  Die Haltung, mit der sich ein Unternehmen dem Dialog mit dem User öffnet bzw. sich in diesen Dialog der User einbringt. Wie ernst ist man, wie selbstironisch, wie lustig? Dazu gehört auch die Frage der User-Ansprache: Duzen oder Siezen (oder sich drumherum mogeln). 
  • Inhaltliche und formale Fragen zum Nutzerdialog in sozialen Netzwerken und auch auf den eigenen Seiten. Soll die Kommentarkultur offen sein und/oder Debatten gezielt geführt werden? 
  • Führung der Seite: Wie weit darf sich ein Redakteur mit einer eigenen Meinung „aus dem Fenster lehnen“ oder sind die eigenen Mitarbeiter als Personen oder als Redaktion auf Twitter unterwegs? 
Die gesamte Nachricht bei Springer VS
Mehr zum neuen Buch "Social Media für Journalisten" von Stefan Primbs

24.9.15

Online-Journalismus: jetzt als E-Book

Was ist erfolgreicher Online-Journalismus? Dieser Frage geht Gabriele Hooffacker in ihrem Lehrbuch-Klassiker Online-Journalismus (Reihe Journalistische Praxis / "Gelbe Reihe") nach, der soeben in der 4. unveränderten Auflage erschienen ist. Erstmals ist das Buch nun als E-Book verfügbar.

18.9.15

"Social Media verändern den Journalismus"

Social Media gehören inzwischen zum medialen Berufsalltag. Der richtige Umgang mit der Community und den Social-Media-Mechanismen entscheidet über den Erfolg. Der neue Band aus der Reihe Journalistische Praxis, auch Gelbe Reihe genannt, erklärt Strategie und Taktik für den journalistischen Einsatz von Social Media.

Den Webauftritt zum Buch gestalteten Studierende der HTWK Leipzig in enger Abstimmung mit dem Autoren. Als E-Book kann man "Social Media für Journalisten" hier bestellen.

Was Journalisten beachten müssen, erläutert Journalistische-Praxis-Autor Stefan Primbs im Interview.

14.9.15

Fallstricke bei der Online-Recherche vermeiden

Bei der Onlinerecherche müssen Journalisten die Grundprinzipien einer sauberen Recherche wie beispielsweise das Prüfen der Quellen, die Auswahl der richtigen Recherche-Werkzeuge oder "Zwei-Quellen-Prinzip" beachten. Wie das praktisch geht, beschreibt Markus Kaiser im neuen Lehrbuch "Recherchieren - klassisch, online, crossmedial" in der Reihe Journalistische Praxis.

Das Zwei-Quellen-Prinzip legt der Autor den Journalisten besonders ans Herz. Aufgrund von Zeit- und Produktionsdruck in den Online-Redaktionen wird diese Minimalanforderung an eine gute Recherche oft ignoriert. Immer häufiger werden beispielsweise Twitter-Meldungen ohne Prüfung einer zweiten Quelle genutzt, was zu Falschmeldungen führt. So verbreitete sich der Tweet einer BBC-Journalistin, die Queen sei in Krankenhaus eingeliefert worden und sogar tot, rasend schnell im Netz. Von vielen Medien wurde die News-Ente ungeprüft weiterverbreitet. „Auch wenn dies keine Entschuldigung für die Missachtung des Zwei-Quellen-Prinzips ist, sollte man bei einer Veröffentlichung dann wenigstens transparent machen, dass es sich um ein unbestätigtes Gerücht handelt bzw. nur die Teile veröffentlichen, die man zweifelsfrei recherchiert hat,“ so der Tipp von Markus Kaiser (Seite 22).

Eine Auswahl weiterer Tipps gibt es kostenfrei online im Portal Springer for Professionals.
Mehr zur Neuerscheinung "Recherchieren"

3.8.15

Recherchieren: Lehrbuch für klassische und Online-Recherche

Das Buch «Recherchieren» von Markus Kaiser aus der Reihe Journalistische Praxis verbindet auf bislang einmalige Weise die klassische Recherche mit der Online-Recherche. Es gibt eine Einführung und einen Überblick über verschiedene Recherchemethoden. Praxisorientierte Ratschläge können sofort in der Praxis eingesetzt werden.
Darüberhinaus gibt «Recherchieren» einen Überblick über Recherchemöglichkeiten und steckt den rechtlichen Rahmen für die Recherche ab. 
Die Website zum Buch haben Studierende der HTWK Leipzig gestaltet. 
Hier können Sie das Buch bestellen (25 Euro), und hier das E-Book einsehen und bestellen (19,99 Euro).


4.5.15

Glückwünsche zu Wolf Schneiders 90. Geburtstag

Wolf Schneider, Journalist, Journalismuslehrer und Buchautor, wird am 7. Mai 2015 90 Jahre alt. In der "Gelben Reihe" Journalistische Praxis hat er gemeinsam mit Detlef Esslinger von der Süddeutschen Zeitung das Lehrbuch Die Überschrift veröffentlicht. Die Journalistische Praxis bedankt sich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bei insgesamt fünf Auflagen und einem E-Book und gratuliert Wolf Schneider herzlich zum Geburtstag!
Die Überschrift - mehr zum Buch und Bestellmöglichkeit
Die Überschrift - Bestellmöglichkeit für E-Book

24.4.15

Nordrhein-Westfalen: Lokalradios in Not

Wie geht es mit den Lokalradios in Nordrhein-Westfalen weiter? Der Branchendienst Kress-Report schreibt: "Die Lokalradios in NRW sind in der Krise. Obwohl die Zuhörerzahlen gut sind, schreiben viele Sender rote Zahlen."

Der Hintergrundbericht beschreibt die Geschichte der Radioförderung und ihre Struktur: "Die Lokalsender in Nordrhein Westfalen gehören Betriebsgesellschaften, an denen die vor Ort wichtigen Verlage und die jeweilige Stadt oder eine ihrer Töchtergesellschaften beteiligt sind. (...) Für den Inhalt sind die Veranstaltergemeinschaften zuständig, in deren Aufsichtsräten Lokalpolitiker, Kirchen und Gewerkschaften das Sagen haben." Das Problem: Die Sender sind für Werbekunden nicht interessant.
Zum gesamten Beitrag bei kress.de

30.3.15

Zukunft des Journalismus, 1.4. (kein Scherz!)

Neue Formen des Journalismus, was hat sich wie verändert? Was heißt das für die Medien? Was heißt das für Medienpolitik? Welchen Wert hat Journalismus noch - und was muss der Demokratie guter Journalismus wert sein?
Beim 60. Münchner Mediengespräch anlässlich 15 Jahren BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung und 15 Jahren Journalistenakademie diskutieren Journalisten und Journalistik-Wissenschaftler mit dem Publikum über Zukunft, Wandel und Wert des Journalismus.
Auf dem Podium:
- Prof. Dr. Michael Haller, Universität Leipzig / Institut für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung Leipzig
- Stephan Goldmann, www.myhighlands.de und www.lousypennies.de
- Jessica Schober, wortwalz.de
Moderation:
Prof. Dr. Gabriele Hooffacker

Termin: 1. April, 19.30 Uhr. Ort: Orange-Bar, Zirkus-Krone-Str. 10 (Nähe Hackerbrücke) mit Blick auf München. Im Anschluss werden Erfrischungen gereicht. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung per Email an bayernforum@fes.de. Mehr dazu

18.3.15

Presserat erweitert Pressekodex um Online-Beiträge

Der Deutsche Presserat hat die Richtlinien des Pressekodex in Bezug auf nutzergenerierte Inhalte aktualisiert. Dabei ging es um medienethische Belange im Zusammenhang mit Online-Foren, Kommentarseiten und Leserbriefen. Zum Beispiel betont die neue Richtlinie 2.7, dass die Presse die Verantwortung für Online-Beiträge trägt, die von Nutzern zugeliefert werden, und dass solche Inhalte klar erkennbar sein müssen. Die Redaktion muss Verstöße gegen die Presseethik beseitigen, wenn sie davon Kenntnis erhält. Mehr dazu beim Presserat

15.3.15

Immer mehr Journalisten haben studiert

Hochschulstudium für Medienausbildung immer wichtiger - mein Bericht zur Bonner Fachkonferenz von #DGPuK und "Initiative Qualität im Journalismus" bei der HTWK Leipzig

10.2.15

Junge Nutzer finden News über Google und Social Media

Aktuelle Nachrichten im Netz lesen zwei Drittel aller Onlinenutzer - jeder zweite Erwachsene in Deutschland. Wie finden die Nutzer ihre News? Jüngere (14 bis 29 Jahre) steuern Nachrichten über Suchmaschinen und soziale Netzwerke an. Ab 30-Jährige vertrauen dagegen weniger auf soziale Medien als Informationsquelle. Insgesamt lesen, schauen oder hören 14- bis 29-jährige Newsnutzer täglich fast viermal so lange Nachrichten im Netz wie die Vergleichsgruppe der ab 50-Jährigen.

Aus der Kombination von verschiedenen Verbreitungswegen und Endgeräten entstehen neue Nutzungsmuster, die zu einer höheren Nachrichtennutzung insgesamt führen. Dabei haben sich die klassischen Medien bisher recht gut behauptet. Doch die Aufrufzahlen von Nachrichtenangeboten wie etwa von LeFloid auf YouTube sprechen für sich.

Zum Kurztext und dem Download des gesamten Beitrag in Media-Perspektiven 1/2015

30.1.15

Fachkonferenz zur Journalistenausbildung, 3. März

Wie sieht eine zukunftsfähige Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Ausbildungskonferenz der Initiative Qualität im Journalismus am Dienstag, 3. März 2015, in Bonn. Vorgestellt werden Kooperationen von Hochschulen, Journalistenschulen und Volontariatsgebern, die hohes Innovationspotenzial bergen. Mit dabei: Der Eintritt ist frei. Mehr zur Konferenz bei der Initiative Qualität im Journalismus. Vorbereitet wurde die Konferenz von Klaus Meier, Universität Eichstätt/Ingolstadt, und Beatrice Dernbach, TH Nürnberg. Mit dabei: Peter Lokk und Gabriele Hooffacker für die HTWK Leipzig.

19.1.15

Neuauflage "Die Überschrift" erschienen

Überschriften: Nirgendwo sonst im Journalismus drängen sich so viele Fragen in so wenigen Wörtern zusammen. Was eigentlich ist die Kernaussage des Beitrags? Wie lässt sie sich in 30 bis 40 Anschläge fassen, sprachlich sauber und bei alldem auch noch interessant? Und dann im Einzelnen: Meinung in der Überschrift? Wortspiele? Fragezeichen? Imperfekt? Wie viel Übertreibung ist noch erträglich? Wo beginnt die Geschmacklosigkeit? Sachzwänge, Fallstricke und Versuchungen im Dutzend also

Das Buch "Die Überschrift" von Wolf Schneider und Detlef Esslinger zeigt Möglichkeiten, wie man mit ihnen fertig wird, illustriert mit einer verblüffenden Fülle von klassischen und neuen Beispielen für gute und schlechte, peinliche und brillante Überschriften. Ein gesondertes Kapitel informiert darüber, wo der Deutsche Presserat die Freiheiten und Grenzen der Überschrift sieht.

Für die Neuauflage 2015 hat Detlef Esslinger das Standardwerk mit aktuellen Beispielen versehen und um Abschnitte zum Online-Journalismus sowie zur Suchmaschinenoptimierung erweitert. Erstmals liegt "Die Überschrift" auch als E-Book vor. Es kann direkt beim Verlag Springer VS, bei dem die "Gelbe Reihe" seit 2015 erscheint, bestellt werden.

Auf der Website zum Buch finden sich Interviews mit Wolf Schneider und Detlef Esslinger sowie ein Video: Wolf Schneider liest einen Abschnitt zur Aktualisität und Originalität von Überschriften in der Presse. Mehr zur neuen Auflage und zum Buch

11.12.14

JIM-Studie: Jugendliche glauben Tageszeitung mehr als Internet

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat im Dezember die JIM-Studie 2014 (Jugend, Information, (Multi-) Media) in Mannheim vorgestellt. Darin wurde auch das Image verschiedener Mediengattungen hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit untersucht. Ergebnis: Die Tageszeitung ist für Jugendliche auch im Zeitalter der Digitalisierung die glaubwürdigste Mediengattung.

Dazu wurden die Jugendlichen gefragt, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung? In diesem Szenario vertrauen 40 Prozent der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen der Berichterstattung der Tageszeitungen, gut ein Viertel entscheidet sich für das Fernsehen (26 %). Radiomeldungen sind für 17 Prozent am vertrauenswürdigsten, während der Internetberichterstattung mit 14 Prozent am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird. Und dies, obwohl die Tageszeitung von deutlich weniger Jugendlichen regelmäßig genutzt wird (32 %) als Radio (73 %), Fernsehen (83 %) oder Internet (94 %).

Diejenigen, die das Internet für das glaubwürdigste Informationsmedium halten, nennen als vertrauenswürdigste Internetseite mit jeweils 16 Prozent Spiegel Online und Google. An zweiter Stelle steht Wikipedia (15 %), danach folgen Facebook sowie diverse E-Mail-Provider mit jeweils elf Prozent. Neun Prozent nennen YouTube als vertrauenswürdigstes Internetangebot, acht Prozent vertrauen auf den Online-Auftritt überregionaler Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung, der FAZ oder der ZEIT.

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit verschiedener Medien greift die JIM-Studie seit 2005 in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche trotz extremer Digitalisierung des Alltags in dieser Frage sehr konservativ urteilen. Sowohl Tageszeitung (2005: 42 %), Fernsehen (2005: 28 %) als auch Internet (2005: 16 %) weisen in den letzten neun Jahren relativ konstante Werte hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit auf, nur das Radio (2005: 10 %) hat sieben Prozentpunkte dazu gewonnen.

Zur vollständigen Pressemitteilung und zum Download der JIM-Studie

1.12.14

Wie wir in Europa in Zukunft Radio hören

Radiohören findet in Großbritannien wie in den meisten europäischen Ländern vor allem im Auto statt. Was bedeutet das für die Radionutzung allgemein? Damit befasst sich ein Beitrag in der Zeitschrift Media-Perspektiven.

Die Zukunftsvision eines vernetzten Autos sieht so aus: Morgens wird das selbstfahrende Auto per Handy gerufen. Während der Fahrt können die Applikationen des Internets genutzt werden: Einkaufen, Chatten, E-Mails bearbeiten, Videos anschauen, Musik hören. Am Bestimmungsort angekommen parkt sich das Auto von selbst ein, während man sich bereits ins Büro begibt. Dabei fällt auf, dass Radiohören in dieser Zukunftsvision der Autoindustrie offensichtlich nicht vorgesehen ist. Im Auto ersetzen Apps, die mit Internet-Streamingdiensten verlinken, das Radio.

Was bedeuten solche Szenarien für die Zukunft des Radiohörens? Die Radiobranche steht vor drei grundlegenden Herausforderungen: 1. Radio darf den Anschluss an die Jugend nicht verlieren, 2. Radio darf sich nicht aus dem digital vernetzten Autoradio („connected car“) verdrängen lassen und 3. Radio muss als kostenlos empfangbarer Rundfunk auch in mobilen Endgeräten (Smartphones und Tablets) verfügbar sein.
Zur Kurzfassung und zum ausführlichen Beitrag von Media-Perspektiven 10/2014. Die Abbildung zeigt die Geräte, mit denen in Großbritannien Radio gehört wird. Quelle: Media-Perspektiven 10/2014

26.9.14

Journalismus und PR: Wenn die Distanz verloren geht

Technikjournalismus heute hat Mats Schönauer seinen Beitrag im Bildblog genannt. Dahinter verbirgt sich eine Textsammlung aus Onlinemedien und anderen, die richtig zum Schmunzeln wäre, wenn es nicht so traurig wäre. Schönauer bezeichnet sie als "eindrucksvolles Beispiel für das, was herauskommt, wenn Medien versuchen, PR in Journalismus zu verwandeln — und dabei nicht nur die Distanz über Bord werfen, sondern alles andere gleich mit."
Zum Beitrag "Technikjournalismus heute"

23.7.14

Wege in die Medien: Folienpräsentation vom Mediencampus

Für alle, die junge Leute auf dem Weg in die Medien beraten, hat der Mediencampus Bayern eine Folienpräsentation zusammengestellt. Sie richtet sich an Schulen oder Arbeitsagenturen und zeigt insbesondere die Studienmöglichkeiten für Abiturientinnen und Abiturienten auf. Dabei steht das Studium von Medientechnik oder Medienproduktion an erster Stelle, gefolgt von Journalistikstudiengängen. Duale Ausbildungen wie beispielsweise beim Bayerischen Rundfunk werden ebenfalls dargestellt. Die Folienpräsentation kann hier als PDF heruntergeladen werden. Wünschenswert wäre eine ergänzende Präsentation, die die Möglichkeiten der Weiterbildung im Medienbereich beispielhaft darstellt.

21.7.14

Rezension: Soziale Stiftungsunternehmen können funktionieren

Das bestehende Wirtschaftssystem ist an seine Grenzen gestoßen: Das glaubten 2012 mehr als 80 Prozent der befragten Bundesbürger laut einer Bertelsmann-Studie. Doch wo kann das Umdenken beginnen? Lutz Frühbrodt, Professor für Technikjournalismus an der Hochschule Würzburg und Autor des Lehrbuchs Wirtschaftsjournalisms der Journalistischen Praxis, hat beispielhafte Unternehmensstrukturen anhand von Stiftungsunternehmen untersucht. Denn warum soll das Finden einer Alternative nicht von Unternehmen ausgehen?

Als Kriterien für ein soziales Unternehmen legt Frühbrodt an: Es achtet darauf, Waren und Dienstleistungen von hohem Gebrauchswert herzustellen. Es baut keine Sollbruchstellen (Obsoleszenz) in seine Produkte ein. Es verzichtet auf persuasive Methoden des Marketings und setzt stattdessen auf Empfehlung. Dadurch erzielt es hohe Glaubwürdigkeit bei seinen Kunden. Dazu bietet die Rechtsform der Stiftung, insbesondere die Unternehmensstiftung, juristisch und steuerlich gute Möglichkeiten.

„Es wäre allerdings naiv, allein darauf zu hoffen, dass ein langsames Umdenken in den progressiverenTeilen der Unternehmerschaft ausreichen würde, um einen grundlegenden Wandel einzuleiten“, schränkt der Autor die Allgemeingültigkeit seiner Untersuchungen ein. Doch auch, wenn man dies mit bedenkt, liefern seine Beispiele - „Wala“, ein anthroposophisch geführtes Unternehmen, und die „Hoppmann Autowelt“ - überzeugende Argumente dafür, dass ein Unternehmen mit sozialer Verantwortung für seine Mitarbeiter und Kunden nicht nur funktionieren, sondern auch längerfristig am Markt bestehen kann. Lutz Frühbrodt bezieht sich dabei ausdrücklich auf Christian Felber, dessen Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ zu den vieldiskutierten Werken zum Thema gehört, wie sozialer und wirtschaftlicher Wandel umgesetzt werden kann.

Besonders lesenswert sind die „verpassten Chancen“, die der promovierte Wirtschaftshistoriker Frühbrodt aus der Geschichte der Bundesrepublik zusammengetragen hat. Sie reichen vom VW-Konzern bis zur Wiedervereinigung, die Frühbrodt im Sinne des sozialen Unternehmertums mehr oder weniger ganz zu den verpassten Chancen rechnet, gezeigt am Beispiel von Carl Zeiss Jena. Frühbrodt verliert auch nicht aus den Augen, dass neben Stiftungsunternehmen auch Genossenschaften und weitere Rechtsformen einen ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel herbeiführen können. Insgesamt eine anregende Lektüre für alle, die nach konkreten Schritten für eine grundlegende Reform in Richtung Wirtschaftsdemokratie suchen.

Lutz Frühbrodt: Das soziale Stiftungsunternehmen. Eine wirtschaftspolitische Alternative, Würzburg 2014, ISBN 978-3-8260-5483-9, 14 Euro.

15.7.14

Rekordbilanz bei Videonutzung

Mit einem Gesamtumsatz von 1,76 Milliarden Euro hat die deutsche Home-Entertainment-Branche 2013 ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Das berichtet die Fachzeitschrift Media-Perspektiven in ihrer aktuellen Ausgabe.

Bei der zeitverzögerten und zeitversetzten Nutzung von Fernsehinhalten zeigte sich eine Präferenz des Publikums für das Krimigenre, vor allem für Produktionen der „Tatort“-Reihe.

Beim Verleihmarkt lag der Anteil digitaler Umsätze nach einem Anstieg um 32 Prozent auf 102 Mio Euro 2013 bei einem Drittel des gesamten Vermietergebnisses von 312 Mio Euro. Insgesamt wird sowohl dem digitalen Verleih als auch dem digitalen Verkauf von Bewegtbildinhalten großes Wachstumspotenzial zugeschrieben. Der laufende Umstrukturierungsprozess des Videomarktes betrifft vor allem den Verleihbereich mit weiteren Schließungen von klassischen Videotheken und deutlichem Umsatzrückgang. Neue Videodienste – wie Netflix aus den USA – drängen auf den deutschen Markt. Während der DVD-Verkauf mit einem Umsatz von 984 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau lag, konnte der Blu-ray-Absatz auf 410 Mio Euro Umsatz gesteigert werden.

Zur Kurzfassung und zum Download des kompletten Beitrags bei Media-Perspektiven

4.7.14

Fußball-WM: Social TV und Second Screen legen zu

Wie wirkt sich die Fußball-WM auf die Nutzungsgewohnheiten aus? 45,5 Prozent aller Deutschen nutzen das Smartphone als Second Screen, während sie die Spiele im TV verfolgen. Frauen nutzen Social-Media-Kanäle mit 38,9 Prozent deutlich mehr als Männer (29,7 Prozent). Das ergab die aktuelle Social-Trends-Studie von Tomorrow Focus.



47,8 Prozent aller Befragten schauen Fußball am liebsten mit Freunden oder Bekannten, 33,5 Prozent mit der Partnerin oder dem Partner. 15 Prozent gehen am liebsten zu Public-Viewing-Veranstaltungen.



Kurzfassung der Studie bei Kress-Report